"It's more than Rock'n Roll"

"5 Years" - Die Jubi - Tour

Ein Spitzenabend... Die Band in der Kultkneipe "Mohren" im Linzgau. Acht Musiker auf einer Kleinkunstbühne, das konnte ja was werden. Aber wir wussten, dass vor uns auch schon ne 12köpfige Truppe da war. Was also konnte schon schiefgehen, vor allem nachdem ja unser oberster Boss ja immer als Schirmherr mit dabei ist

 

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Chronisch ist es inzwischen schon, so denkt die Reaktion, dass die geplante Zeit für Aufbau und Soundcheck stets nur ganz knappstens ausreicht. Halb drei hatten wir als Beginn geplant, und halb sechs als Ende. Wir hatten geplant, im Anschluß noch gemütlich bei Dagmar und Markus auf der sonnenüberfluteten Terrasse dem Gig entgegenzudösen, aber "Satz mit X - Das war wohl nix". Das Wetter war ja klasse bis dahin, aber es machte den Aufbau und den Soundcheck auch zu einer überaus schweisstreibenden Aktion. Alle wollten noch duschen und wir hatten ein Zeitfenster von 35 Minuten bis das Essen auf dem Tisch stehen sollte. So fiel das Sonnenbad aus und wir waren schon vor dem Gig wieder nassgeschwitzt.

Inzwischen zog zudem ein riesiger Hagelsturm heran, so dass wir um unsere Autos, das aussen aufgehängte Banner und auch um unsere Gäste bangten. Würde es so voll werden, oder wären nur ein paar Verwegene da? Bange Blicke wurden ausgetauscht denn es sah aus als würde die Welt untergehen und unser Gebet wurde umgehend um ein Stoßgebet für Publikum erweitert. Hans, unser Techniker meinte jedoch folgerichtig: "Da ist es ja gut dass wir da sind um zu retten." Treffender hätte man das nicht formulieren können.

Viel Schaden wurde auch angerichtet in der Region durch den Sturm wie wir inzwischen wissen. Aber es wurde voll und voller. Gut dass nach dem Sturm das Unwetter nachliess und Ralf, der Wirt die Türen wieder öffnen konnte. Auch unser Jürgen war sicher angekommen, er kam direkt von einem erfrischenden Baggersee, der Gute. Und so konnte die Fete steigen. Der Kontakt zum Publikum war schnell hergestellt und die Resonanz klasse. der Funke war übergesprungen und der Beifall groß. Und so waren wir nun gespannt auf die Reaktionen auf unseren ersten Lobpreisblock: Er kam richtig gut und das Publikum schien die Texte zu kennen. Gut, es waren einige unserer Treuen von der Lindenwiese da, aber auch zahlreiche andere Gesichter. Herrlich, Gottes Wirken so zu spüren. Das ging unter die Haut. Selbst Ralf, dem eine kirchliche Musik in dieser Form nicht geläufig war, wippte hinter der Theke im Takt. Nach der mehr als verdienten ersten größeren Pause hatten unsere Gäste ein Bonbon verdient und wir packten die Heavy Klassiker aus. Alles schien gut, als Markus plötzlich auf der Tanzfläche erschien und rumfegte mit seiner Gitarre wie ein Halbwilder. Er ist nur schwer an der Leine zu halten wenn es mit ihm durchgeht. Aber die Tänzer und Tänzerinnen schienen ihren Spaß mit ihm zu haben.

Nahezu reif für's Sauerstoffzelt legten wir dann den langsamsten Gang ein und zeigten, dass wir auch total tanzbare Takte beherrschen. Und obwohl die Fußballfans unter uns noch immer an der Halbfinalniederlage gegen Italien zu knabbern hatten, zeigten wir Demut und nahmen unser im ersten Gefühlsüberschwang gestrichenes Italoduett wieder ins Programm auf. Halbwegs erholt wurden wir wieder hochtourig und nun auch der Lobpreis heavy. Wir eröffneten mit dem Chartbreaker "God Save Us All" von Lenny Kravitz, gefolgt vom zum Hagelsturm passenden "Rain Song", der die Schwere des Unwetters durch seine mächtigen musikalischen Aufbau mit Vehemenz unterstrich, aber auch mit der Bitte um das Lebendige Wasser den erlösenden und sicheren Weg aufzeigte. Cool auch unsere neuen Stücke in diesem Block. "There's A Voice" und "My Redeemer" zeigten ebenso wie der Hillsong-Klassiker "One Way", dass der Lobpreis megalebendig ist. "Mensch Eure Jesus-Lieder, die gehen ja ab", war nur ein Satz den wir vom Publikum zu hören bekamen und der symbolisch war für das was der Lobpreis auslöste. Wir hatten unser Ziel erreicht. Das Publikum war neugierig geworden wie die Gespräche zeigten  und einhellig bat man uns, möglichst bald wieder hier zu spielen. Zwei Anfragen waren auch gekommen für neue Gigs. Die Predigt hatten wir diesmal weggelassen, um Ralf, dem Wirt den Zugang zu unserem Konzept und auch zu unserem Schirmherrn zu erleichtern, aber Gott ist mächtig genug, daraus das Richtige zu machen. Das nächste Mal aber ist sie das Zentrum.

So hatten wir uns unseren Aperol nach dem Verklingen des letzten Applauses mehr als verdient und Markus und Dagmar genossen sichtlich das Heimspiel, denn sie konnten nach Hause laufen. Bernd und Kurt machten von der Einladung der beiden, doch einfach da zu bleiben gerne Gebrauch und bekamen dafür am anderen Morgen ein ausgiebiges und leckeres Frühstück, bevor dann der unangenehme Teil in Form des Abbaus folgt. Was der Redaktion hingegen bis zum jetzigen Augenblick nicht bekannt ist, ob Hartmut, der Tastenmann der Band seinen Heimweg noch gefunden hatte und vor allem wann. Ob wir je erfahren werden, wann er realisiert hatte, dass er in Richtung Mengen unterwegs war, weiß nur unser Herrgott.

 

Kommende Gigs

Samstag, 12. Juli

Mohren Pfullendorf

Für alle denen Ballermann 6-

Musik im Seepark zu seicht ist

und die Party für alle, deren

Augen schon aussehen wie

Fußbälle und deshalb drin-

gend Erholung brauchen vor

dem großen Finale !!!

Sonntag, 13. Juli

Sommerfest auf der

Lindenwiese

Rock And Praise Back Home

Wir hoffen auf allerfeinstes

Wetter und rocken Open Air !!!

Samstag, 27. September

Benefiz-Konzert

Adler Post Stockach

zugunsten kroatischer

Hochwasser-Opfer

Kommt zahlreich und

spendet fleissig!!!